Landesinnung der Chemischen Gewerbe und Denkmal-, Fassaden- & Gebäudereiniger Niederösterreich 

Probieren geht über Studieren

Bild zu Probieren geht über Studieren "Mit modernen Reinigungsmitteln mehr erreichen."

Kommentar von Landesinnungsmeister Franz J. Astleithner (Artikel erschienen im rationell reinigen Österreich 4.2017)

Liebe Innungsmitglieder,

wir haben ein unübersehbares Problem mit unserem Reinigungspersonal! Bei einer Umfrage unter unseren DFG-Meisterbetrieben wurde ist ein Problem ganz stark angesprochen. Die meisten unserer Mitarbeiter würden am liebsten noch mit der traditionellen Schmierseife reinigen, welche auch noch schlechter biologisch abbaubar ist als innovative neue Reiniger, die auch noch viel Zeit und Aufwand sparen. Diese modernen Reiniger fördern den biologischen Abbau in der Kläranlage sogar!

Jetzt zum Thema innovative Hartbodensanierung: Es gibt viele Möglichkeiten Hartböden zu sanieren. Behandlungen mit einem CPS-Steinbodensanierer, der die große Oberflächenhärte erreicht und tief ins Material eindringt und diesen auch wasserfest macht. Auch Negativdruck (Bodenfeuchte) wird weitreichend abgedichtet!

Der Klassiker der Bodenoberflächensanierung bei kalkhaltigem Gestein ist noch immer die Steinkristallisation. Hier ist die Innovation das Kristallisationspulver, welches die Arbeit und Anstrengung in Grenzen hält. Wie funktioniert Steinkristallisation? Auf kalkhaltigen Steinböden wie Marmor, Kunstmarmor und ähnlichen ist ein Verkieseln oder eine Steinkristallisation als spezielles Verfahren für polierte kalkhaltige Steinböden nach dem Verlegen oder zur Unterhaltspflege alle ein bis zwei Jahre zu empfehlen.

Der obersten Schicht werden bei der Steinkristallisation die verschmutzten Kalziummoleküle entzogen und dosiert sauer aufgelöst. Deren Stelle nehmen Fluate (Salze der Kieselsäure) ein. Diese sind beständig gegen Säuren und deren Salze (Streusalze und ähnliches) und härten zusätzlich den Stein aus. Diese Maßnahme ist sowohl ein abbrasives Reinigen als auch ein Poliervorgang. Es kommt dabei zu einer kristallinen Ausrichtung der obersten Schicht, der Boden ist wieder sauber und seidenmatt bis hochglänzend. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, man bezeichnet dies als Oberflächenvergütung. Ergebnis: Ein rutschfester hochglänzender Steinboden mit sehr hohem Abriebwiderstand.

Ihr Landesinnungsmeister
Franz J. Astleithner

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